„Die Funktion der Landesintegrationsbeauftragten darf nicht zum zahnlosen Tiger gemacht werden. Ihre Wirksamkeit bezieht sie gerade aus ihrer Unabhängigkeit,
Sichtbarkeit und Arbeitsfähigkeit“, erklärt Andreas Kaczynski, Vorsitzender der LIGA Brandenburg. „Die Umstrukturierung stellt eine strukturelle und fachliche Schwächung der Integrationspolitik im Land Brandenburg dar.“

Die Landesintegrationsbeauftragte berät die Landesregierung in migrationspolitischen Fragen, wirkt an Grundsatzangelegenheiten der Integrations- und Zuwanderungspolitik mit, entwickelt Vorschläge zum Abbau von Integrationshemmnissen und setzt sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Diskriminierung ein. Zudem unterstützt sie die Migrations- und Flüchtlingsarbeit im Land Brandenburg und ist beratendes Mitglied der Härtefallkommission.

Brandenburger Wirtschaft verliert wichtige Verbindungsstelle
Aus Sicht der LIGA steht die Herabstufung der Funktion in direktem Widerspruch zum erklärten Ziel des Landes, internationale Fachkräfte zu gewinnen und zu halten sowie
Menschen mit Migrationsgeschichte in Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu integrieren. Brandenburgs Wirtschaft verliert damit eine wichtige Verbindungsstelle – und das Land eine wichtige Stimme der Zugewanderten. „Für eine gelingende Integration, beispielsweise in den Arbeitsmarkt, braucht Brandenburg neben verlässlichen Integrations-Begleitungsstrukturen auch eine starke unabhängige Stimme der Landesintegrationsbeauftragten“, sagt LIGA-Vorsitzender Andreas Kaczynski.

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