Vom 22. bis 28. Juni 2026 findet die Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ statt. Der AWO Bundesverband koordiniert das neue Projekt GEPAQ, das gesundheitsfördernde Strukturen im Quartier auf- und ausbaut und die soziale Teilhabe pflegender An- und Zugehöriger stärkt. Im Fokus: Prävention von Einsamkeit.
Zur heute veröffentlichten aktuellen Statistik untergebrachter wohnungsloser Menschen des Statistischen Bundesamtes erklärt Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt:
Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg warnt vor einer deutlichen Schwächung der Rolle und Funktion der Landesintegrationsbeauftragten im Zuge der Neuorganisation des Sozialministeriums. Wurde die Position bislang als weisungsunabhängige Stabsstelle im Organigramm des Ministeriums geführt, erscheint sie nun nur noch als Referatsleitung im Bereich Zentrale Dienste. Zugleich soll das bisherige, hochqualifizierte und eingespielte Team von drei Mitarbeitenden aufgelöst werden.
Anlässlich der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) neue Berechnungen zu den Folgekosten von Sozialkürzungen vorgelegt.
12.06.2026
Die Jugendlichen – eine für den demokratischen Zusammenhalt zentrale „Schlüsselgeneration“ – stehen aktuell besonders unter Druck. Gründe dafür sind unter anderem die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie, politische Debatten über einen Pflichtdienst, der Einfluss sozialer Medien sowie Sicherheitsängste durch den Krieg in Europa. Gleichzeitig stellt soziale Ungleichheit ein grundlegendes Problem dar. Mehr als ein Fünftel der jungen Menschen erlebt über viele Jahre hinweg Armut und soziale Ausgrenzung. Das betrifft über drei Millionen Jugendliche.
ExistenzsicherungWer Armut wirksam bekämpfen will, muss sicherstellen, dass den Menschen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Dafür braucht es höhere Regelsätze in den Sozialleistungen. Kosten für grundlegende Dinge wie Smartphone, Computer, Fahrrad oder Sportausrüstung sind bislang kaum berücksichtigt. Eine echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist für viele Jugendliche daher nicht möglich. Wir als AWO fordern, das Existenzminimum so neu zu berechnen, dass auch größere Anschaffungen einbezogen werden. Zudem sollte für Kinder und Jugendliche von getrennt lebenden Eltern ein zusätzlicher Mehrbedarf für Umgangszeiten anerkannt werden.
Reform des SozialstaatsDie Bundesregierung plant eine Reform des Sozialstaats – doch was bedeutet das für Jugendliche? Wir als AWO erwarten, dass Leistungen nicht gekürzt, sondern ausgebaut werden. Gleichzeitig muss es einfacher werden, Unterstützungsleistungen tatsächlich zu erhalten. Insbesondere das Bildungs- und Teilhabe-Paket sollte grundlegend reformiert werden. Auch benötigen junge Erwachsene mehr Unterstützung beim Start in eine Ausbildung. Die derzeit diskutierte Streichung des Unterhaltsvorschusses bei gleichzeitiger Inanspruchnahme von Sozialleistungen lehnen wir ab.
DaseinsvorsorgeKürzungen in vielen Bereichen schränken insbesondere Jugendliche mit Armutserfahrung in ihren Teilhabe-Möglichkeiten ein. Dabei brauchen wir das Gegenteil: Straßensozialarbeit muss ausgebaut, berufliche Bildung gestärkt und Schulsozialarbeit intensiviert werden. Zudem müssen Schulen besser ausgestattet und die digitale Infrastruktur verbessert werden. Nicht zuletzt braucht es eine verlässliche und bezahlbare Mobilität für alle.
Im „Ratschlag Kinderarmut“, einem Netzwerk aus über 50 Organisationen und Wissenschaftler*innen, kämpft der AWO Bundesverband gegen Kinderarmut. Ziel des Bündnisses ist es, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und gleiche Chancen für alle zu schaffen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Dafür richtet sich das Netzwerk mit Appellen an die Politik und macht auf die Probleme von betroffenen Familien aufmerksam. Es fordert vor allem mehr Investitionen in Bildung, Betreuung und soziale Angebote sowie eine bessere Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen, um Kinderarmut langfristig wirksam zu bekämpfen.
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